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Kolumne

Es geht doch!

03.06.2024

Das war ein besonderes Erlebnis: Zusammen mit etwa einhundert Männern, einer Solistin und einem Solisten traten wir in der altehrwürdigen Tonhalle in Zürich auf. Begleitet wurden wir vom Tonhalle-Orchester, einem der besten der Welt. Schon der Einmarsch in den Konzertsaal war grossartig. 

Einige Monate zuvor erzählten der Präsident und der Dirigent, dass der Männerchor Zürich Verstärkung für dieses einmalige Projekt suchen würde. Als Chor haben wir den Entschluss gefasst, dass wir uns mit dem Männerxang Küssnacht am Rigi dem Projekt anschliessen wollen. Ein weiterer Chor aus Wetzikon tat es uns gleich. 

In den ersten Monaten übten alle drei Chöre selbständig die Werke ein. Es handelte sich um zwei Stücke von Brahms, eines von Schumann. Schliesslich ein viertes von Max Reger. Das letztgenannte Werk sorgte für einige „Auf-Reger“. Während die anderen drei musikalischen Leckerbissen recht gut einprägsam waren, war die „Weihe der Nacht“ schlicht eine Über­forderung. Manch einer hätte die Noten am liebsten hingeschmissen. Ein paar Sänger meldeten sich für dieses Projekt ab. Doch wir haben uns der Herausforderung gestellt. Persönlich habe ich noch nie so viel Zeit in ein Musik- oder Gesangsprojekt gesteckt. Es folgten gemeinsame Proben in Zürich. Am grossen Auftritt waren wir bereit. Aus dem „geht nicht“ wurde ein „geht doch“! 

Was war der Schlüssel? Auf der einen Seite war es viel Arbeit. Auf der anderen Seite gab es am Konzert nur eines: Wir mussten auf den Dirigenten schauen. So konnte das gelingen, was wir kaum für möglich hielten. Eigentlich können wir das doch auch auf unser geistiges Leben übertragen. Wenn wir auf unseren grossen „Dirigenten des Lebens“ schauen, dann wird es gelingen.

Thomas Prelicz ist Mitarbeiter der Reformierten Kirche Küssnacht am Rigi.

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